Die Angelausrüstung

Angelausrüstung
Sobald die Fischereiprüfung erfolgreich bestanden wurde, kann das Angeln beginnen. Doch zuvor muss geschaut werden, welche Ausrüstungsgegenstände hierfür benötigt werden. Ähnlich wie bei anderen Hobbys muss überlegt werden, ob teure Markengegenstände benötigt werden, oder ob auch günstigere ausreichen. Diese Frage muss sich jeder Neu-Angler selber stellen und beantworten, wichtig ist jedoch, dass alle wichtigen Gegenstände bei dem ersten Trip in die Natur vorhanden sind. Im Folgenden werden diese vorgestellt und zudem erläutert, worauf es bei dem Kauf der unterschiedlichen Ausrüstungsgegenstände zu achten gilt.Ruten und Rollen
Wenn zum ersten Mal ein Fachgeschäft für Anglerbedarf aufgesucht wird, kann einem schnell schwindelig werden. Denn hier sind zahlreiche unterschiedliche Ruten zu sehen, welche für die unterschiedlichen Angeldisziplinen ihren Zweck erfüllen. Die Frage nach der Disziplin ist für den Anfänger jedoch noch nicht von Bedeutung. Es gilt zunächst, eine Grundausstattung zu erwerben und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt in eine bestimmte Richtung zu gehen. Zunächst werden zwei Ruten benötigt, eine lange und eine kürzere. Erstere wird vor allem für das Grundfischen genutzt und sollte eine Länge von etwa 3,25 Meter bis zu 3,90 Meter aufweisen.

Die kürzere Rute sollte eine ungefähre Länge von 2,70 bis 3,00 Meter aufweisen. Sie wird vor allem für das schwere Grundfischen genutzt und ist hilfreich, wenn es an das Spinnfischen geht. Hier sollte vor allem auch auf das Wurfgewicht der jeweiligen Rute geachtet werden. Bei der längeren Rute sollte dieses ca. 10 bis 35 Gramm, allerhöchstens 40 Gramm betragen. Zudem wird hier zwischen Steck- und Teleskopruten unterschieden. Erstere ist robuster und lässt sich besser biegen, die Teleskoprute hingegen ist komfortabler zu transportieren. Allgemein kann vor dem Kauf einer Rute gesagt werden, dass sie möglichst leicht und zugleich so stabil wie möglich sein sollte. Da eine Rute teilweise meherere Stunden in der Hand gehalten werden muss, sollte vor allem auch ein weicher Griff vorhanden sein.

Zu den gewählten Ruten müssen nun die passenden zwei Rollen gewählt werden. Für den Anfänger empfiehlt es sich, sogenannte Stationärrollen zu wählen.

Das ZubehörAngelausrüstung
Um den Angeltrip so erfolgreich wie möglich zu gestalten, darf auch das passende Zubehör nicht fehlen. In Deutschland gibt es hierfür sogar Vorschriften, in denen angegeben ist, welche Gegenstände verpflichtend mitgeführt werden müssen, diese sind:

Des Weiteren sollten weitere, nicht vorgeschriebene, Gegenstände nicht fehlen, um es möglichst komfortabel in der Natur zu haben. So sollte wasserdichte und windabweisende Kleidung auf keinen Fall fehlen. Auch ein Klappstuhl kann sehr hilfreich sein, wenn lange gestanden wurde. Zudem kann ein Hut bei starker Sonneneinstrahlung vor einem Sonnenbrand oder Sonnenstich schützen, idealerweise sollte dieser UV-Strahlen abweisen.

Haken und Vorfächer
Da es eine nur schwer überschaubare Vielfalt an Haken gibt, sollte der Anfänger sich für Vorfächer entscheiden, die vorgefertigt sind. Zudem sollte vor dem Kauf ein Blick auf die Rückseite der Verpackung geworfen werden. Hier ist zumeist die Eignung des jeweiligen Hakens angegeben.

Die Schnur
Die Schnur ist ein sehr wichtiges Element für ein erfolgreiches Angeln. Unterteilt werden diese vor allem aufgrund dieser drei Eigenschaften: Durchmesser, Tragkraft, Farbe. Der Durchmesser sollte möglichst gering sein, damit die Schnur nicht direkt von den Fischen erkannt wird. Die Tragkraft hingegen sollte möglichst hoch sein, damit auch große Fische an Land gezogen werden können, ohne das die Schnur reißt. Je nachdem, welche Angelmethode gewählt wird, sollte auch die hierfür passende Schnurfarbe gewählt werden. Wird zum Beispiel vorwiegend auf dem Grund geangelt, sollte die Schnur sich dem Untergrund möglichst anpassen, also blau oder grün sein. Wird an der Oberfläche geangelt, sollte die Schnur möglichst hell sein, damit sie nicht direkt auffällt. Unterschieden wird bei Angelschnüren zudem zwischen der monofilen Schnur, der geflochtenen Schnur und der Fliegenschnur.

Köder
Zunächst wird zwischen Natur- und Kunstködern unterschieden. Naturköder haben den Vorteil, dass sie aus der natürlichen Nahrung der Fische bestehen, wie zum Beispiel bestimmte Würmer oder Maden. Kunstköder werden vor allem für das Angeln von Raubfischen genutzt. Daher werden die Köder so gefertigt, dass sie den Beutetieren dieser ähneln.

Diese Auflistung der benötigten Angelausrüstung ist sicherlich hilfreich und sollten dennoch Fragen bestehen, kann ein Verkäufer in einem Fachgeschäft für Angelbedarf behilflich sein.